AKE - Außerkörperliche Erfahrung
Was sind Außerkörperliche Erfahrungen (Zweitkörpererlebnisse)?
Unter Außerkörperlicher Erfahrung verstehen wir eine Erfahrung, derzufolge wir in einem anderen nicht-materiellen Körper zu existieren scheinen (ein unglücklicher, nichtssagender Begriff, weshalb ich zumeist OBE = out-of-body-experience bevorzuge). Dieser Zweitkörper wird gefühlt und ertastet wie unser materieller Körper und verfügt scheinbar auch über dessen Möglichkeiten der 'Sinneswahrnehmung'. Ja, es gibt sogar noch einige zusätzliche Wahrnehmungsmöglichkeiten, wie z.B. Raum- Form-Empathie. Ob es einen solch postulierten Körper im feinstofflichen bzw. transzendenten Sinne gibt oder ob er nur ein Produkt unseres Gehirnes ist, darüber streiten sich die Gemüter. Ich fühle mich nicht berufen für irgend einen Standpunkt Partei zu ergreifen, wenngleich ich für Auslegungen im Sinne Transzendenz eine Sympathie hege.
In der Regel werden Zweitkörpererlebnisse in luziden Träumen, in Halbschlafzuständen oder in der Tiefentspannung (alles hypoaroused, instatisch) erlebt
Ekstatische (hyperaroused) OBE-Zustände sind selten, wenn wir von schizophrenen Spaltungszuständen absehen. Meistens werden solche Zusrtände, wenn sie eine Enthobenheit aus dem Körper beinhalten, nicht als Zweitkörpererlebnisse bezeichnet, sondern auf Grund der überaus starken Emotionen der religiösen Ekstase zugeordnet, oft unter der Bezeichnung "Erhebung".

Einige Gedanken über das Wesen außerkörperlicher Zustände
Oft ist es schwer einen luziden Traum von einer Astralreise zu unterscheiden. Selbst die nachfolgend gebrachten Kriterien, welche eine Astralreise kennzeichnen sollen, halten diversen Einwänden nicht stand. Letztlich ist es eine Sache des Paradigmas, welcher Auffassung man sich zuwendet.
Die innere Gewißheit, daß ich mich auf einer Astralebene befinde
Körperbewußtsein und starke geistige Klarheit  Empathische Fähigkeiten  Nachprüfbare Informationen (selten)
Diese Kriterien können durchaus als subjektiv eingestuft und angezweifelt werden, schließlich ist ja das Gehirn in Puncto Wahrnehmung und innerem Erleben ein wahrer Zauberkünstler. Ich habe materialistisch orientierten Kriterien kein anderes Argument entgegenzusetzen, als die Tatsache, daß ich eben an Astralwandern glaube. Es ist mir klar, daß unser Gehirn Wunder vollbringen kann, bzw. daß selbst jene Eindrücke, die wir von der Außenwelt erfahren, keine direkten Wahrnehmungen sind (wie von den meisten Leuten als selbstverständlich vorausgesetzt), sondern in unserem Gehirn erst aus den unterschiedlichsten Inputs zusammengesetzt werden. Für diese im Gehirn entstandene "wahrgenommene Welt" ist der Eingang eines Sinnessignales nicht unbedingt zwingend notwendig; das Gehirn kann alle Signalinputs durch eigene Prozesse ersetzen (z.B. blinder Fleck). Somit kann in unserem Gehirn jede Art von Welt entstehen, ob "wahr" oder "nichtwahr". Das, womit sich die Wahrheitsfindung befassen sollte, sollten keine Argumente der Qualität und Intensität des Erlebten sein, sondern eine Suche nach zusätzlichen Informationen (Parapsychologie).
Aus diesen vorhin genannten Gründen basiert mein Glaube an jenseitige Ebenen nicht auf Eindrücken "sensorischer" Wahrnehmung, sondern auf so etwas Undefinierbarem wie Fingerspitzengefühl. Leider sind die meisten esoterisch orientierten Personen naiv und machen sich kaum Gedanken über das Woher und Wieso. Zusätzlich gibt es noch einen weiteren Fehler der Beurteilung, der in der Esoterik üblich ist: alle gehen nach dem Grundsatz - je stärker die Emotionen sind, desto wahrer ist das Geschehen. Diese Basis einer Meinungsbildung ist falsch.
Mein Glaube, daß es transzendente Ebenen gibt, ob feinstofflich oder virtuell, basiert auf Informationen und auf Wechselwirkungen, die ich glaube gefunden zu haben. Unter einer virtuellen Welt verstehe ich keine feinstoffliche Welt, sondern eine Scheinwelt in Form einer kollektiven Vorstellung. Sie gehört keinem materiellem Schöpfungsplan an (etwa aus "feinstofflicher Materie"). Die virtuelle Welt wird von allen, die an ihr teilhaben innerlich gesehen und erlebt. Die Bildübertragung und Kommunikation erfolgt telepathisch.
Über die informativen Inhalte, die zu meiner Überzeugung einer anderen Daseinsform führten, möchte ich mich hier nicht äußern. Es gibt auch hier so etwas wie eine Privatsphäre, die man nicht jedermann eröffnen muß. Lieber stelle ich mich auf den Standpunkt "möge jeder glauben, was er glauben möchte".
Den Vorwurf einseitiger Informationsbeschaffung möchte ich den materialistisch orientierten "Lucidity Leuten" allerdings nicht ersparen: Unter Berücksichtigung verschiedener paranormaler Phänomene, wie z.B. Doppelgänger, erscheint OBE aus einem anderen Licht. Desweiteren habe ich oftmals aus erster Quelle Berichte gehört, denen zu Folge Ereignisse in anderen, von der Physis nicht einsehbaren Räumen, beobachtet und später verifiziert wurden. Auch sind solche Ereignisse, wie ich eines nachstehend als Beispiel bringe, als luzide Träume schwer zu erklären.

Dayanand, 24.9.78 (Yogi aus dem Ashram Ananda)
"Ich merke, wie sich mein Fluidal zu regen beginnt und will diese Möglichkeit benutzen, um eine Abhebung herbeizuführen. Ich bin mir aber nicht ganz klar darüber, ob ich mein Bewußtsein in 2 Teile spalten soll, eines das den Fluidal zur Abhebung bringt, und eines das den physischen Körper belebt, oder wie ich mich nun richtig verhalten soll. Während ich so überlege mache ich die Augen auf in der Meinung mir nun mehr Klarheit über die Situation zu verschaffen. Da erblicke ich meine eigene Gestalt, die stehend aus meinem Oberkörper herausragt. Dieser "Dayanand" erscheint mir um ein ziemliches Stück größer zu sein als ich es normalerweise bin. "Aber vielleicht ist das nur die merkwürdige Perspektive", meldet sich ein Gedanke, der mich beruhigen möchte. Dann falle ich aus dem Zustand."

Mit freundlicher Genehmigung von:  Alfred Ballabene, Wien