Alraune
Wurzel der Mandragora officinarium, eines Nachtschattengewächses, der man viele Zauberkräfte zuschreibt. Schon in der Antike stand die Wurzel wegen ihrer menschenähnlichen Form als Amulett und Talismann in Verwendung. Es handelt sich um eine auffällig gewachsene Wurzel, von der behauptet wird, sie habe menschenähnliche Gestalt und sie würde schreien, wenn man sie aus dem Boden zieht. Dem Durchschnittsmenschen ist ihr Abbau jedoch gar nicht zuträglich, da ihre Schreie so entsetzlich sind, daß sie den Verstand verwirren und der Alraunensammler unentrinnbar dem Wahnsinn verfällt. Für den Zauberkundigen hingegen, der auf den richtigen Zeitpunkt (einen bestimmten Stand des Mondes) wartet und sich geheimer Riten bedient, ist sie ein unschätzbares Gut. Ihre magische Anwendbarkeit ist derart vielfältig, daß sie auch ein wertvolles Handelsgut darstellt. Sie dient als Grundstoff für Liebestränke und ist eine große Hilfe beim Öffnen von Schlössern sowie dem Auffinden verborgener Schätze. Die weiteren Anwendungsbereiche der Alraune sind leider nur Eingeweihten zugänglich und können daher gegen ein kleines Entgelt beim ortsansässigen Magier erfragt werden.  Die Alraune soll Glück, Reichtum und Gesundheit verleihen. Im Mittelalter galt sie als Hexenkraut.

© Heiner Dustmann