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Atma (Atman) Das Selbst, die ewige unzerstörbare innere Gestalt jedes Wesens. Atma wird häufig mit 'Seele' übersetzt. Die westliche (oft auch die
christliche), von der Psychologie beeinflusste Denkweise, meint mit dem Begriff 'Seele' die feinstoffliche oder die psychische Struktur des Lebewesens. Daher auch der Ausspruch: "An der Seele erkrankt". Mit
dem Begriff Atma ist jedoch nicht dieser veränderliche Stoff der feinen Materie gemeint. Atma bezieht sich einzig auf die ewige und unveränderliche innerste Identität. Es ist dieses innerste unzerstörbare Ich, das von den
feinstofflichen Hüllen (Manah: Denken, Fühlen, Wollen; Buddhi: Intelligenz; Ahankara: Falsches Ego) und dem grobstofflichen Körper eingekleidet und bedingt wird. Es ist auch der Atma, der diesen Hüllen ein scheinbares Leben
verleiht. Wenn in deutschsprachigen Bhakti-Schriften, die nicht den Snskritbegriff 'Atma' verwenden, von Seele, Geistesseele oder spiritueller Seele gesprochen wird, bezieht sich das immer auf das, was die Veden
unter Atma definieren. Die Seele, die wahre Identität des Menschen, der Kern des göttlichen Bewußtseins, der in jedem präsent ist, identisch mit dem höheren Selbst
Quelle: Surya Green “Der Ruf der Sonne”
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