Baha'i
Der in der Mitte des 19. Jh. entstandene Baha’ismus zählt zu den schillerndsten neureligiösen Erscheinungen der Gegenwart. Historisch aus dem Islam schi’itischer Prägung hervorgegangen, hat er sich schon in den Anfängen von diesem abgesondert und wird heute überwiegend als eigenständige Religion betrachtet.

Die Baha’i glauben an die zyklische Wiederkehr göttlicher Offenbarung und sehen in Baha’ullah, dem Stifter ihrer Religionsgemeinschaft, den alleinigen Offenbarer (Propheten) für das gegenwärtige Zeitalter. Die Zielsetzung der Gemeinschaft besteht in der Einbindung aller früheren Religionen in die neue Einheitsreligion der Baha’i und in der Verwirklichung eines weltumspannenden Gemeinwesens (= Universaltheokratie) unter dem Banner Baha’ullahs.

Der Baha’ismus ist heute auf dem gesamten Globus verbreitet und zählt ca. 6 Millionen Anhänger. Sein Zentrum befindet sich in Haifa (Israel), wo das »Universale Haus der Gerechtigkeit« als Vorhut einer künftigen, theokratisch verfassten Weltregierung seinen Sitz hat.

Die unter den zahlreichen Schriften der Baha’i hervorgehobene wichtigste Offenbarungsquelle ist das um 1873 entstandene Kitab al-Aqdas. Es ist das »Heiligste Buch«, in dem das Religionsgesetz der Baha’i enthalten ist. Das Buch unterlag über hundert Jahre der Zurückhaltung und wurde erst im Jahr 2000 in deutscher Übersetzung vorgelegt.

Die Gesetzestexte dieses Buches, der »Magna Charta einer neuen Weltordnung«, werden in der oben erwähnten Homepage (www.bahai-kritik.ch) erstmals einer kritischen Analyse unterzogen. Daneben finden sich weitere detaillierte Abhandlungen über den Baha’ismus, die eine gegenüber den Selbstdarstellungen der Baha’i nüchterne und an historischen Fakten sich orientierende Sichtweise zu vermitteln versuchen.

Weitere Auskünfte zum Thema Baha’i oder Sonderausdrucke einzelner Beiträge können bei untenstehender Adresse angefordert werden.

Francesco Ficicchia
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