4. Das Anahata - Chakra  ist das Herz-Chakra. Man sagt es beherrscht die drei unter ihm liegenden Chakren, und es wird mit dem Shabda-Brahman in Verbindung gebracht. Das Shabda-Brahman kann als der unoffenbarte Klang- bzw. Schwingungsaspekt des Brahman bezeichnet werden. Dieser ist wiederum weitgehend identisch mit den Veden, in denen die gesamte Schöpfung bereits strukturiert vorhanden ist. Die Bereiche und Attribute des Anahata-Chakra sind:
Element: Luft
Gottheiten: Isha mit seiner Shakti Kakini
Mantra: "Yam"
Organ: Herz
Nervengeflecht: Plexus Cardiacus
Bedürfnis: Hingabe
Farbe: grün oder rosa
Tier: Antilope
Sinnesfunktion: Tasten
körperl. Zuordnung: Brustkorb, Atem, Herz, Haut, Blutkreislauf

Herz-Chakra
Da die Grundeigenschaft des Herz-Chakras Selbst-Liebe ist, entspricht es dem Chakra, durch das viele von uns eine Menge Probleme haben, sich auszudrücken.
Das Herz-Chakra wird als Sitz der Balance im Körper gesehen. Es steht nicht nur mit dem Herzen in Verbindung, sondern auch mit den Lungen und der Thymusdrüse (Immunsystem). Das zugehörige Element ist Luft.
Das Herz-Chakra ist die Basis für unsere Lebenskraft - unserer Atmung. Durch die Atmung bewegt sich der Brustkorb und massiert als Folge die unter ihm liegenden lebenswichtigen Organe. Dieses Massieren hat einen direkten Einfluß darauf, wie gut oder schlecht unsere Verdauungs- und Aufnahmevorgänge funktionieren.
Also, was machen wir? Wenn wir verärgert sind, finden wir viele Wege, das Verarbeiten unserer Emotionen zu vermeiden. Wir werden Kettenraucher - eine wundervolle Art, die Funktionskraft unserer Lungen zu reduzieren und eine wirkungsvolle Möglichkeit, Gefühle zu unterdrücken. Eine andere Methode ist, die Luft anzuhalten oder flach zu atmen. Wir sind alle große Spezialisten in der Kunst des Nicht -Atmens. Wenn man bedenkt, daß dieser Vorgang uns am Leben erhält, ist es in der Tat verwunderlich, daß die wenigsten von uns nie gelernt haben, ihn richtig auszuführen.
Wer zur obigen Kategorie gehört, ist ein klassischer Kandidat für Lungenkrebs, Lungenentzündung (Wasser/Tränen in der Lunge), Herzerkrankungen, usw.
In der Armee wurden Männer geschult, die "korrekte" Haltung einzunehmen - Kopf hoch, Schultern zurück. Das ist ein ausgezeichneter Weg, das Herzzentrum zu panzern, um zu vermeiden, daß beim Betreten des Schlachtfeldes Gefühle aufkommen. Leider sind viele von uns in dieser Weise auch zu Hause oder in der Schule erzogen worden. Brustimplantationen stellen eine weitere gute Möglichkeit dar, das Herz -Chakra abzuschirmen und zudem sehr erfolgreich den Energiefluß durch den Körper zu unterbinden. Die meisten Menschen sind richtige Experten im Vermeiden des Aus-dem-Herzen-Sprechens.
Ein herzliches Lachen oder Lächeln stärkt die Thymusdrüse in physiologischer Hinsicht. Wenn wir mit unserer Freude in Verbindung stehen, wird unser Immunsystem gestärkt. Die Verbindung zwischen einem gesunden Immunsystem und Selbst-Liebe ist eindeutig. Betrachten wir die Anzahl von Erkrankungen des Immunsystems in unserer heutigen Gesellschaft, ist dieses ein Indikator für ein unterentwickeltes Herz-Chakra, das so viele Menschen haben.
Kennst Du das Gefühl des Verliebtseins? Plötzlich scheint alles zu funktionieren, Du bist mit Dir selbst zufriedener und kannst Dich dieser Person gegenüber äußern wie bei niemand anderem zuvor. Selbst Deine gesundheitlichen Probleme scheinen wie weggeblasen! Wenn wir mit dieser besonderen Person zusammen sind, fühlen wir uns kreativer, intelligenter, schöner.
Wir verbringen viel Zeit mit Verlieben und mit der Suche nach jemanden, in den man sich verlieben könnte. Wir mögen verliebt sein in die Kreativität, den Intellekt, die Kommunikationsfähigkeit oder die Schönheit der Person. Was auch immer es ist, das uns zu dieser Person hinzieht (bewußt oder unbewußt), es ist ein Aspekt von uns selbst, den wir in diesem Menschen reflektiert sehen. Sind wir mit ihm oder ihr zusammen, erweitert sich unser Herz-Chakra und wird dynamischer. Als Folge gestatten wir uns, das Besondere in uns selbst zu beobachten.
Zuerst kommt ein Gefühl von Glückseligkeit und Freude auf, da wir uns durch die Augen der geliebten Person sehen und Selbst-Liebe zulassen. Traurigerweise sind wir meist so sehr gewöhnt, unsere Verantwortung abzugeben (Unterfunktion des Solarplexus-Chakra), daß wir jetzt fortfahren, auf unsere Geliebten zu übertragen, was uns als außergewöhnlich darstellt, und uns weigern, diese außergewöhnliche Eigenschaft selbst anzunehmen. Mit der Folge, daß wir desillusioniert mit ihm/ihr werden und nicht mehr verliebt sind.
Daß unsere Liebes-Fähigkeit an Bedingungen geknüpft ist, liegt begründet darin, daß wir die andere Person benötigen, um uns selbst zu etwas Besonderem zu machen. Wie kannst Du glauben, ehrlich zu sein, wenn Du jemandem sagst "Ich liebe Dich", und noch nicht einmal weißt, wie Du Dich selbst lieben kannst? Was wir in Wirklichkeit meinen, ist "Ich liebe Dich ... weil ich mich durch Dich in einer bestimmten Art und Weise fühle", "Du hast Kontrolle über meine Gefühlslage". Wir geben unsere Verantwortung ab und setzen unsere Partner immens unter Druck, unsere emotionelle Stabilität zu verwalten. Dieses säet die Saat für "Enttäuschung" (einen Ausdruck, den wir oft anstatt Wut benutzen).
Diejenigen unter uns, die sich entschlossen haben, "selbstlos" zu arbeiten und sich zu versklaven, um die Familie glücklich zu machen oder die Welt zu retten, könnten irregeleitet werden. Das Beste, das wir für die Welt tun können, ist wahrscheinlich, zu beginnen, uns durch unser Herz-Chakra auszudrücken - uns selbst zu lieben. Wenn wir, als Mikrokosmos, interne Kämpfe mit unserem Selbst austragen, können wir unmöglich erwarten, daß der Makrokosmos Frieden und Einigkeit reflektiert. Wir werden nicht glaubwürdig erscheinen, es zu unserer Berufung machen, die Welt "in Ordnung zu bringen", wenn wir nicht gleichzeitig daran arbeiten, unsere Beziehung mit uns selbst zu heilen.
Sollten wir uns idealerweise mittels unseres Herz-Chakras ausdrücken und ein gutes Verhältnis zum Selbst haben, erhöht sich die Möglichkeit , daß auch die anderen Chakren dynamisch und gesund sind. Das Herz als Sitz der Balance im Körper macht Selbst-Liebe zur Schlüsselfunktion für ein gesundes Chakra-System.
Liebst Du Dich und verliebst Dich dann in eine andere Person, steigen die Chancen auf eine gesunde und dauerhafte Beziehung. Die zusätzliche Erweiterung Deines Herz-Chakras wird der Energiefluß zu den anderen Chakren anregen. Wir "verlieben uns" und bringen die Energie zum Verarbeiten in unser Solarplexus-Chakra. Im Idealfall fließt die Energie weiter zum Sexual-Chakra, damit wir uns sinnlich/sexuell unserem Geliebten gegenüber äußern können. Erlauben wir den Energiefluß weiter zum Wurzel-Chakra, werden wir zusammen Wurzeln schlagen (Element Erde), heiraten, Kinder bekommen, und was sonst noch dazu gehört.
Unsere innere Einstellung uns selbst gegenüber zeigt sich häufig in den Leuten, die wir in unser Leben anziehen. Wir müssen uns nur richtig umschauen, um wahrzunehmen, was wir wirklich möchten. Es spiegelt sich in dem, was wir bereits besitzen. Wenn Du mit dem Kommentar den Kopf schüttelst "Ausgeschlossen, das ist das Allerwenigste, was ich möchte", kannst Du davon ausgehen, ein Teil in Dir glaubt, daß Du dieses momentan verdienst und brauchst. Schauen wir uns unsere Wirklichkeit aus dieser Perspektive an, gibt es sicher genug Anstoß, eine liebende Beziehung zu sich selber aufzubauen.
 

Name:

4  Chakra= Herz-Chakra / Anahata - Chakra

Position:

5. Rückenwirbel, Brustmitte in Herzhöhe

Öffnung:

nach vorne

Aktiviert:

Sicherheit, Sensibilität und Einfühlungsvermögen, Offenheit und Liebe für sich und andere, Mitgefühl, schöpferische Kräfte

Blockiert:   Geistig

kein Kontakt zu seinen Gefühlen, Beziehungsprobleme, Kontaktarmut, Disharmonie von Verstand und Gefühl, Gier

                  Körperlich

hängende Schultern, flacher Brustkorb, Atemstörung,

Element:

die Luft

Körperteile:

Herz, oberer Rücken, Blut und Haut

Sinneszuordnung:

das Tasten

Farbe:

Grün, Hellrot und Gold

Edelsteine:

Jade, Smaragd, Aventurin, Rosenquarz

Mit freundlicher Genehmigung von: Ulrich Wendlandt, Der Weg der alten Zauberer - Vom  Ursprung magischer Stäbe, Cersken-Kanbaz-Verlag