Indianische Weisheiten
Geistige indianische Schätze


"Wenn Du dein Herz nicht hart werden läßt,
wenn Du Deinen Mitmenschen kleine Freundlichkeiten erweist,
werden sie Dir mit Zuneigung antworten.
Sie werden Dir freundliche Gedanken schenken.
Je mehr Menschen du hilfst,
desto mehr dieser guten Gedanken werden auf Dich gerichtet sein.
Daß Menschen dir wohlgesonnen sind,
ist mehr wert als Reichtum.”

Aus dem Buch: “Weißt du, daß die Bäume reden”  von Henry Old Coyote


 

Wenn der Tag vorüber ist,
denke ich an alles, was ich getan habe.
Habe ich den Tag vergeudet, oder habe ich etwas erreicht?
Habe ich mir einen neuen Freund gemacht oder einen Feind?
War ich wütend auf alle, oder war ich freundlich?
Was ich auch heute getan habe, es ist vorbei.
Während ich schlafe, bringt die Welt einen neuen, strahlenden Tag hervor,
den ich gebrauchen kann oder vergeuden. Oder was immer ich will.
Heute Abend nehme ich mir vor: ich werde gut sein, ich werde freundlich sein,
ich werde etwas tun, was wert ist, getan zu werden.

“Dieser Tag ist vorüber”  von Calvin O.John

Wir wurden zusammen mit allen Geschöpfen auf diese Erde gesetzt.
Alle diese Geschöpfe, auch die kleinsten Gräser
und die größten Bäume, sind mit uns eine Familie.
Wir sind alle Geschwister und gleich an Wert auf dieser Erde.

Dankgebet der Irokesen  von Gayle High Pine


 

So vielfälftig sind die Wunder der Schöpfung,
daß diese Schöhnheit niemals enden wird.
Die Schöpfung ist hier. Sie ist genau jetzt in dir,
ist es schon immer gewesen.
Die Welt ist ein Wunder. Die Welt ist Magie.
Die Welt ist Liebe. Und sie ist hier, jetzt.

von Hyemeyohsts Storm/Cheyenne

 

Geh aufrecht wie die Bäume,
Lebe Dein Leben so stark wie die Berge,
Sei sanft wie der Frühlingswind,
Bewahre die Wärme der Sonne im Herzen
und der große Geist wird immer mit Dir sein.
Willst Du mehr wissen?

von Indianerhäuptling Sun Bear und Wabun

  

Die Erde ist für diejenigen,
die ein Leben führen,
das stets offen für
die Lehren der Schöpfung ist,
ein magischer Ort und der Ursprung
unerschöpflichen Staunens.

von Sun Bear Chippewa-Indianer aus Minnesota


Nach Ansicht der Indianer gehört die Erde dem Grossen Geist, und dem Menschen ist sie nur in Obhut gegeben.
Das Land, das ich nutze, ist nicht mein, es ist mir vom Grossen Geist nur zu meinem Nutzen und zum Nutzen für die Generationen derer, die nach mir kommen, geliehen.
Die Bereitschaft des Indianers, mit seinen Mitmenschen zu teilen, war eine grossartige Sache. Oft gab er versteckt hinter einer Maske oder unerkannt für den Empfaenger, so dass dieser denken musste, das Geschenk komme vom Grossen Geist. Er kannte echte soziale Sicherheit in der Art eines wechselseitigen Beistandpaktes zwischen sich und seinen Mitmenschen. Wenn ein Mann heiratete, griff jeder mit an und half, ihm ein Heim zu errichten.
Er brauchte nicht eine Hypothek von 20000 Dollar aufzunehmen, an der er den Rest seines Lebens zahlte. Wenn er auf die Jagd oder zum Fischfang ging und mehr heimbrachte, als er brauchte, teilte er seine Beute mit anderen.
Sein Sinn, sich zu allem Zeit zu lassen, verlieh ihm geistige und körperliche Gesundheit. Und weil er so handelte und lebte, bescherte ihm der Grosse Geist viele Tage. Er wurde alt und lebte ein gutes Leben. Möge es euch auch so ergehen, meine Freunde

Wer die Erde nicht respektiert, zerstört sie,
wer nicht alles Leben so wie das eigene respektiert, wird zum Mörder.
Der Mensch glaubt manchmal, er sei zum Besitzer, zum Herrscher erhoben worden.
Das ist ein Irrtum. Er ist nur ein Teil des Ganzen.
Seine Aufgabe ist die eines Hüters, eines Verwalters, nicht die eines Ausbeuters.
Der Mensch hat Verantwortung, nicht Macht.
Wir denken bei jeder Entscheidung an die siebte der kommenden Generationen.
Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Menschen nach uns, die noch ungeborenen Generationen,
eine Welt vorfinden, die nicht schlechter ist als die unsere - und hoffentlich besser.

Oren Lyons, Häuptling der Onondaga-Nation



Es gibt mehr als eine Strasse, die zum Leben nach dem Leben führt,
es gibt mehr als eine Art zu lieben, es gibt mehr als einen Weg,
die andere Hälfte seines Selbst in einem anderen Menschen zu finden,
es gibt mehr als eine Art, den Feind zu bekämpfen.
Wer sein Selbst nicht lieben kann, kann niemanden lieben.
Wer sich seines Körpers schämt, schämt sich alles Lebendigen.
Wer seinen Körper schmutzig findet, ist verloren.
Wer die schon vor der Geburt erhaltenen Gaben
nicht respektieren kann, kann nie etwas richtig respektieren."

von einer Nootka Indianerin