Lamaismus
in Tibet u. der Mongolei herrschende Form des Buddhismus, seit 7. Jh. n.Chr. Im 15. Jh. in verheiratete (Rotmützen) u. reformierte, ledige Mönche (Gelbmützen) aufgeteilt. Oberhäupter des hierarchisch gegliederten Priesterstaates Tibet (bis zur chinesischen Annexion) waren der Dalai Lama u. der Pantschen-Lama. Nachf. durch Inkarnation in Knaben, die kurz nach dem Tod eines Lama geb. werden. Tandschur.

Pantschen-Lama
*1938, ¤1989, Titel des ehem. (nach dem Dalai Lama) zweithöchsten geistl. Oberhauptes des Lamaismus u. weltl. Würdenträgers in Tibet; Inkarnation des Buddha Amitabha.

Tandschur
(tibet.), umfassende Schriftslg. des Lamaismus mit phil. Texten, Büchern zu Medizin, Astrologie, Malerei u. Kommentaren zur relig. Slg. Kandschur.

© Heiner Dustmann