Die Daten des Mondes und seine Phasen

Der MOND - Das Unbewußte, das Verborgene
Der Mond, der kleine Trabant der Erde, hat einen Umfang von 11 000 Km. Er dreht sich im Laufe von 29,53 Tagen (synodisch) einmal um die Erde. Somit ist ein Mondjahr, welches im ganzen zwölf Mondumläufe mißt, nur 354 Tage lang, ist also, in Anlehnung an das Sonnenjahr, 11 Tage zu kurz. Der Anfang des Mondjahres zieht demnach in 33 Jahren einmal durch alle Jahreszeiten. Die religiösen Feste konnten so nicht mehr mit dem Mond als Zeitmesser gefeiert werden, da er als Zeitmesser völlig unbrauchbar am Himmel erschien.
Bedingt durch diese Tagdifferenz von Sonnen- und Mondjahr führten viele Völker, in einem ständigen Jahreswechsel, Jahre von 12 und 13 Monate Länge ein. Auch die Berechnung des Osterfestes in unserer heutigen Zeit ist etwas umständlich und die katholische Kirche arbeitet, neben anderen Organisationen, an einer Kalenderreform, in der z.B. das Datum des Osterfesteß fixiert ist.
Der Mond hat durch seine ständig verändernde Form schon früh die Menschen fasziniert und zu zahlreichen Mythen und Sagen veranlaßt. So wird das Symbol des Mondes mit der Schlange gleichgesetzt, die sich, wie der Mond, durch ständiges Häuten erneuert. Am Himmel findet dieser Vorgang seine Entsprechung, wenn die Mondsichel verschwindet und hinter dem Himmelsstab, der Milchstraße, wieder als neugeborene Schlange erscheint: Eine Zauberei, wie sie Moses vollbrachte, als er den Stab zur Schlange und die Schlange zum Stab verwandelte.
In der astrologischen Deutung ist das Stadium des Mondes sehr wichtig. Der abnehmende Mond steht für eine Zeit der Konzentration, der Sammlung. Alle Energien richten sich nach innen, und im Neumond findet diese Entwicklung ihren Höhepunkt. Der zunehmende Mond steht für das Gegenteil. Es ist die Zeit des Wachstums und der Äußerung der Gefühle. «Wer war bei Vollmond nicht schon mal übermütig oder konnte keinen Schlaf finden?»
Der Mond und die Mondgottheiten sind immer als weiblich angesehen worden, dies nicht nur wegen der Entsprechung des weiblichen Zyklus mit dem Mondumlauf. Mond und Weiblichkeit sind immer schon untrennbar miteinander verbunden gewesen. Die Göttinnen des Mondes, Demeter, Hera, Hekate, Persephone, seien hier als Beispiel genannt, werden entweder als launisch, dunkel und grausam oder als lebenspendend und gefühlvoll dargestellt. In alten Darstellungen der Jungfrau Maria findet man diese oft in Verbindung mit einer Mondsichel.
Die Sonne ist Vertreter des Yang-Prinzips, das gibt, das erschafft. Der Mond hingegen, als Vertreter der Yin-Kraft, empfängt (das Licht von der Sonne), bewahrt, schützt und regiert des Nachts, zu der Zeit also, wo die Menschen träumen. Die Zeichen des Tierkreises sollen dieses ausgewogene Verhältnis von Yin- und Yang-Kraft in der Astrologie verdeutlichen:

-Es beginnt mit der männlichen Widder-Phase (April), in der die Pflanzen zu sprießen beginnen, die Saat des Vorjahres aufgeht, die Bäume ausschlagen. - In der folgenden weiblichen Stier-Phase (Mai) beruhigt sich das stürmische Wachsen etwas. Es müssen noch Wurzeln gebildet werden und die Triebe sich verstärken, um Wind und Wetter etwas entgegen zu setzen. - In der wieder männliche Zwillings-Phase (Juni) beginnen die Bäume Blüten zu bilden, während dann - in der weiblichen Krebsphase (Juli), die Pflanzen bestäubt werden. - Die männliche Löwe-Phase (August) steht dann für die Fruchtbildung, die von der - weiblichen Jungfrau-Phase (September), der Ernte, abgelöst wird....... Das Yin-Prinzip zeigt sich hier als das Bewahrende, läßt die schützende, erdbezogene, unbewußte Kraft erkennen. Der Mond steht somit für die Urerfahrungen, das gespeichert Bewußtsein, die Kind-heit, das also, was das ICH bisher erlebt hat, was das ICH zu dem macht, was es ist:Persönlichkeit, Individualität. Und alles, was sich im bewahrenden Sammelbecken unserer Erlebnisse, im Gedächtnis befindet, ist an Gefühle gebunden, ist mit Emotionen verknüpft.

Als Symbol zur tiefsten Wesensschicht hat der Mond eine besondere Beziehung zur frühen Kindheit. Die ersten Kontakte, die ersten Berührungen, der Aufbau des Urvertrauens liegen auf dieser Ebene. Der Mond vertritt das archetypisch Mütterliche, wie auch die reale Mutter. Eine dominierende Mondposition führt zu einer erschwerten Auseinandersetzung mit der Yin-Rolle in unserem Leben.

War das Problem bei der Sonne der herrschsüchtige Egozentriker, ist es nun eine zerstörerisch fressende Frau, die zum Zerrbild des Mondhaft-Mütterlichen, zur Hexe wird.

Auf der körperlich/organischen Ebene steht der Mond für den Flüssigkeitshaushalt, für die exokrinen und endokrinen Drüsen, was auf der Erdebene seine Entsprechung in der Regulation von Ebbe und Flut findet. Ferner setzt die Astrologie ihn in Beziehung zu den aufnehmenden und ernährenden Organen sowie zum vegetativen Nervensystem und den Lymphdrüsen.

Zusammengefaßt repräsentiert der Mond, der dem Tierkreiszeichen Krebs zugeordnet ist, im Horo-skop also das Unterbewußtsein des Menschen, seine Gemütslage, die Fruchtbarkeit, die Schöpferi-sche Energie, das Zuhause, die Familie, die Mutter und die Empfänglichkeit für die Stimmungen an-derer Menschen. Man kann erkennen, ob jemand eher launisch oder emotional stabil seinen Weg geht.

 
Wesensmerkmale:
positiv: Empfinden, Gefühl, Mitgefühl, Mütterlichkeit, Intuition, gesellig, volkstümlich, Geborgen-heit

negativ: Oberflächlichkeit, unbeständig, launisch, unlogisch, stimmungsabhängig, unselbständig, beeinflußbar.

Körperliche Entsprechung: Gehirn(als Organ, nicht als Funktion), Brust, Körperflüssigkeit, Lymphe, Magen, Menstruation, Eisprung, Muttermilch, Parasympatikus.

Soziale Entsprechung: Mutter, Frau (in den mittleren Jahren), Ehefrau, das Volk

Edelstein: Mondstein, Perle

Metall: Silber

Hauptfarbe: Milchweiß

Nebenfarbe: Dunkelgrün

Tier: Katze, alle Nachttiere

Quelle:
http://www.baraka.de/