Parapsychologie

Hervorgegangen aus dem Okkultismus, ist die Parapsychologie heute weitgehend als Teilgebiet der Psychologie anerkannt. Dennoch wird sie von Kritikern noch gern als "Grenzwissenschaft" bezeichnet.
Sie beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Erforschung sogenannter übersinnlicher oder übernatürlicher Phänomene. In Deutschland ist das Zentrum  der Forschung am parapsychologischen Institut der Universität Freiburg, das 1950 von Prof. Bender eingerichtet wurde.
Schwerpunkte der Untersuchungen liegen bei der Erforschung der Außersinnlichen Wahrnehmung (ASW) und bei psychokinetischen Phänomenen (Einwirkungen des Geistes auf die Materie).
Wenn inzwischen solche Erscheinungen auch zweifelsfrei nachgewiesen werden konnten, so unterscheiden sich die Erklärungsmodelle erheblich.
Die Parapsychologen beschränken sich häufig auf die Beschreibung der Erscheinungen und überlassen es den etablierten Wissenschaften, Physik, Psychologie usw. Erklärungen zu finden.


Wissenschaft, welche die Phänomenen der außersinnlichen Wahrnehmung und Psychokinese untersucht. Wie der Name Parapsychologie ausdrückt, versteht sich diese Wissenschaft als Teilgebiet der Psychologie. In neuerer Zeit ist dies in Frage gestellt worden, zumal die Interaktion mit physischen Prozessen ein wesentlicher Bestandteil von Parapsychologie ist. Mithin befindet sich die Parapsychologie im Zwischenbereich, zwischen den Sozialwissenschaften und den Naturwissenschaften. Das Wort Parapsychlogie wurde von dem deutschen Philosophen Max Dessoir 1889 geprägt und von J. B. Rhine in den 30er Jahren für den anglo-amerikanischen Sprachgebrauch übernommen. Der Terminus **Psychologie** für **Seelenlehre** wurde zuerst von dem Paracelsisten Rudolph Goclenius (1572-1621) verwendetet (Psychologia).


© Heiner Dustmann