Qi Gong
Qi, auch Ch'i, ist ein Begriff aus der traditionellen chinesischen Medizin und Philosophie und bezeichnet die Lebensenergie, die aus den beiden Energieströmen Yin und Yang besteht. Yin und Yang findet man im ganzen Universum, das in uns und durch uns wirkt. Qi Gong, auch Ch'i-kung, heißt übersetzt etwa »Bearbeiten der Energie« und ist der Oberbegriff für alle Gesundheitsübungen, mit denen man sein Qi (Ch'i) beeinflussen kann.

Wenn Qi fließt
Auf dem Denksystem von Yin und Yang und Qi (Ch'i) baut die chinesische Heilkunde auf und sagt, daß nicht nur alle Körperzellen ihr eigenes Energiekraftwerk besitzen, sondern alle Organe durch Leitbahnen, sogenannte Meridiane, in denen Qi (Ch'i), die Lebensenergie, fließt, miteinander verbunden sind. Kann die Lebensenergie ungehindert durch die Leitbahnen fließen und befinden sich Yin und Yang im Gleichgewicht, ist das Lebewesen gesund. Geht aber die Balance verloren, und kann Qi (Ch'i) nicht mehr ungehindert fließen, ist es gestört, und der Mensch ist krank. Die Meridiane ( Akupressur, Akupunktur, Reiki, Shiatsu) durchziehen unseren Körper wie Flüsse, und Qi Gong fördert ihr Fließen.
Anwendung
Qi Gong, dieses »Bearbeiten der Energie«, praktizieren Millionen von Chinesen täglich.
Die Qi-Gong-Übungen werden meist in zwei Gruppen eingeteilt, in die inneren und äußeren Übungen bzw. die passiven (mentalen) und aktiven.

Die inneren Qi-Gong-Übungen beeinflussen Qi (Ch'i) über Meditation, verbunden mit geistiger Konzentration, die durch gezieltes Atmen erreicht wird. Sie werden im Stehen, Sitzen oder Liegen ausgeführt. Die äußeren Übungen beeinflussen Qi (Ch'i) über gezielte Atmung, Konzentration und die Ausführung bestimmter ganzkörperlicher Bewegungen (Bewegungsfolgen!). Regelmäßig ausgeführte Übungen wirken hilfreich bei funktionellen Magen- und Herzbeschwerden, hohem Blutdruck, Asthma bronchiale, Kopf- und Rückenschmerzen.

Bekannt und auch sehr beliebt sind die sogenannten Qi-Gong-Kugeln, die in der Hand zum Rotieren gebracht, deren Reflexzonen (Reflexzonenmassage) massieren. Das Bewegen stellt eine hervorragende Konzentrationsübung dar und verschafft eine bessere Gehirndurchblutung. Vor allem sind Erfolge bei Schultersyndromen bzw. Rückenbeschwerden zu nennen. 

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