Die Sonne, das Bewußtsein, das logische Denken

Die Sonne ist ein Fixstern, der ungefähr eine Millionen mal größer ist, als die Erde und der das Zentrum unseres Sonnensystemes bildet. Alles, was sich im Anziehungsbereich der Sonne befindet und sie somit umkreist, gehört zu dem Sonnensystem, in dem wir leben. Wir wissen heute, daß sich die Sonne in relativer Ruhe befindet und die übrigen Himmelskörper in kreisförmigen Bewegungen um sie herum wandern.

Und doch scheint die Sonne für uns am Tage aufzugehen und des Nachts hinunterzusinken in die Tiefen der Welt. Dieser Vorgang beschäftigt die Menschen schon seit Jahrtausenden und viele Sagen und Geschichten kreisen um die Sonne, den Sonnengott und die Mächte, die sie schützten. So war in Ägypten, zur Zeit der vierten Dynastie der König ein Sohn des Re, des Sonnengottes. Verfinsterte sich des Tags die Sonne, mußte ein König sterben. Der Skarabäus, der Käfer, der die Sonne durch die Dunkelheit trug, war und ist ein heiliges Tier und gleichzeitig ein ägyptisches Glückssymbol. Die Grichen nannten ihren Gott, der Heilung, Erleuchtung und Lebenskraft brachte: Heillos, für die Römer war der Sonnengott Apollon.

In unserer heutigen Zeit, der Welt der Technik und der naturwissenschaftlichen Aufklärung und Denkweise, hat der Sonnenauf- oder -untergang jedoch nichts von seiner Faszination und von den auslösenden Emotionen im menschlichen Betrachter verloren. In Filmen oder auch der Werbung wird der «Sonnenuntergang» ganz bewußt für Liebes- und traurigen Abschiedszenen eingesetzt.

In den Ländern, in denen im Winter die Sonne fast nicht zu sehen ist, sind die Menschen in dieser Zeit melancholischer, depressiver. Dort steigt, Statistiken zu folge, in dieser Zeit die Selbstmordrate.

Die Sonne, unser Lebensspender und Mittelpunkt, die alles umfassende Energie. Ohne sie wäre unser Erdenleben nicht möglich, gäbe es auf unserem Planeten zum Beispiel keine Photosynthese und damit auch keine energieliefernden Kohlenstoffverbindungen und auch keinen Sauerstoff. Ohne die Sonne gäbe es aber auch nicht diese zerstörerische Kraft, die brennt und verwüstet. Hier wird deutlich, daß die Sonne das gesamte Qualitätsspektrum unserer Welt umfaßt, daß sie ein Spiegelbild von uns und, umgekehrt, wir von ihr sind. Deutlich wird dies bei der Betrachtung des von ihr emittierenden Lichtes. Durch ein Prisma geschickt, spaltet sich das weiße Licht in alle sichtbaren Farbqualitäten auf, manife-stiert sich so auf jeder Ebene . Die Sonne also als Licht- und Farbspender! Sie läßt die Planeten er-strahlen, macht sie sichtbar, und hält sie zusammen.

Im Tarot wird die Sonne vom Magier repräsentiert, der für Logik und den Verstand steht. Er ist die Karte nummer Eins, das Schöpferische, die Idee, sie leitet den Tarot-Weg ein. Am Anfang war das Wort.

Die soziale Entsprechung der Sonne liegt in der Betonung des Väterlichen. Es geht hier um die Beziehung zum archetypisch Väterlich-Männlichen, zu der Yang-kraft im Menschen. Die Sonne spricht, wie bei allen Aspekten der Planeten üblich, den äußeren und inneren Bereich an. Es dreht sich um den inneren Vater, das eingeborene Bild, das vom Vater, vom Männlichen existiert und dann um die Entsprechung, die dieses Bild in der äußeren Welt findet. Entsprechen sich die Bilder, kann eine Identifikation leicht stattfinden, sonst kommt es zu Auflehnungen, Kampf und Unterwerfung. Es ist dann sicherlich eine Lebensaufgabe, sich mit seiner Väterlich- bzw. Männlichkeit auseinanderzusetzen.

Bedingt durch ihre Zentralstellug in unserem Sonnensystem nimmt die Sonne im Horoskop (Oben wie Unten) eine dominante Rolle ein, bildet die Basis der Berechnungen und erschafft durch ihre Einstrahlungskraf und sichtbare Anwesenheit, die Jahreszeit wie überhaupt den Faktor der Zeit. Endlich teilt ihr Stand dem Menschen das Tierkreiszeichen zu.

Der Beginn des astrologischen Jahres ist der 21. März

Frühlingsschnittpunkt = Schnittpunkt Ekliptik/Himmelsäquator = 0° Widder der Frühlingsanfang, der im Zeichen Widder liegt. Tage und Nächte haben nun die gleiche Zeitdauer und ab jetzt werden die Tage länger.

Am 21. Juni ist im Zwilling die Sommersonnenwende. Die Sonne hat ihren höchsten Punkt erreicht, die Tage ihr zeitliches Maximum. Der Sommer beginnt. Von nun an werden die Nächte wieder länger, bis am

23. September, im Zeichen Waage, der Herbs beginnt, also erneut die Tag- und Nachtgleiche vorliegt Herbstschnittpunkt = Schnittpunkt der Ekliptik mit dem Himmelsäquator = 0° Waage). Die Menschen beginnen nun sich in die Häuser zurückzuziehen, die Vorräte für den Winter anzulegen.

Am 21. Dezember, die Sonne steht im Schützen, ist die Wintersonnenwende. Der Winter beginnt und mit ihm bald der Steinbock, die kalte und dunkle Zeit des Jahres. Die Zeit des Lichtfestes, die den Menschen daran erinnern soll, daß bald wieder Sommer ist.

Aber die Sonne ist im Horoskop eben nur ein Faktor. Mit einer positiv plazierten Sonne strahlt man Lebensfreude, Zuversicht und Kraft aus, kann man sich Krankheit wahrscheinlich vom Leibe halten. Die Sonne wird dem Sternzeichen Löwe zugeordnet, so daß sich dieser mit ihren Attributen schmükken darf.

Organisch ordnet die Astrologie der Sonne das Herz, das Kreislaufsystem, das Rückenmark und den Sauerstoffhaushalt des Körpers zu. Je nach aspektierenden Planeten erfährt sie Steigerung, Abschwächung oder Einschränkung in ihren Auswirkungen, bzw. bestimmte Facetten ihres Prinzips.


Wesensmerkmale:
positiv: Charakter, Persönlichkeit, Vitalität, Führungsqualitäten, Ausgeglichenheit, Menschenkenntnis, Großzügigkeit, Weitblick.

negativ: Haltlosigkeit, schwache Gesundheit, labil, beeinflußbar, opportunistisch, eingebildet, rücksichtslos, selbstherrlich, krankhafter Ehrgeiz, egoistisch.

Körperliche Entsprechung: Herz, Solarplexus, Kreislauf, Vitalität, Sympatikus

Soziale Entsprechung: Autorität, Vater, der Mann (mittleres Lebensalter) Herrscher, König, Präsident, Ehemann

Edelsteine: Diamant, Topas

Metall: Gold

Hauptfarbe: Lichtfarben, klar, durchsichtig, klar, farblos

Nebenfarbe: Gold, orangerot

Tier: Phönix, Hundaffe, Löwe

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