Traditionelle Chinesische Medizin
Über die wahren Ursprünge der Traditionellen Chinesischen Medizin
weiß man wenig und vermutete Kondensationszentren in China, Kulturen Südasiens, Indien, Mongolei sind umstritten. Archäologische Funde sprechen aber bereits für eine Anwendung von Akupunktur und Kräuterheilkunde im Steinzeitalter. Wesentlich beeinflusst wurde die TCM vor allem durch das zeitlich nicht deutlich fassbare Yi-Jing (vielleicht 5000 v.Chr.), dem Klassiker Huangdi Neijing (Phase der "Streitenden Reiche" etwa 500 - 200 v.Chr.) und der inhaltlichen Vereinheitlichung durch Mao bzw. durch die WHO (World Health Organisation) mit wissenschaftliche Verknüpfungsbemühungen zur Neurophysiologie.

Die philosophischen Grundlagen der Traditionellen Vorstellung sind die Aspekte von Yin und Yang = Dao, die Substanzenlehre (Qi, Xue, Jing usw.) und die Ordnungstheorie der 5 Elemente (Wu-Xing = 5 Bewegungen/Wandel). Während in der westlichen objektiven Welt Gegenständen in kausalen Beziehungen / Verbindungen stehen, ist die Welt der TCM eine Welt von Erscheinungen welche in komplexen Ordnungsmustern einem ständigen Wandel, Zyklen und eigengesetzlichen Bewegungen unterliegen. So erklärt sich die Behandlung - einer nichtbalancierten Ordnung von komplexen Symptommustern, welche für westliche Meßmethoden nicht faßbar ist.

Für die Diagnostik einer solchen Ordnungsstörung werden die 4 Säulen der TCM-Diagnostik: Inspektion, Anamnese, Pulsdiagnostik und Zungendiagnostik eingesetzt. Dabei wird über die 8 diagnostische Kriterien (Ba-Gang), Yin / Yang, Fülle / Leere, Innen / Außen, Kälte / Hitze und über die Elemententheorie eine Syndromstörung oder komplexe Störungsmuster festgestellt. Auf dieser Grundlage können dann die therapeutische Werkzeuge der TCM (die chinesische Kräuterheilkunde, Akupunktur (mit Moxibustion, Schröpfen), Tuina-Massage, Medizinisches Qi-Gong und Medizinische Ernährungslehre) einzeln oder in Kombination zur Harmonisierung angewandt werden.

Die Erfolge der TCM in verschiedenen Bereichen sprechen für eine suffiziente diagnostische, weltanschauliche Anlage auch wenn man sie heute noch als alternative Balance zur westlichen Weltanschauung/Medizin sieht. Bisher scheiterte leider eine gewünschte Annäherung/Ergänzung wie in wissenschaftlichen Publikationen und öffentlichen Diskussion zu sehen an den unterschiedlichen Grundsatzmethoden von Weltbewertung und Bemessung. Interessanterweise sind in anderen wissenschaftlichen Disziplinen schon wesentliche Erkenntnisse zur Entschärfung der Polaritäten gefunden worden (wie in der Physik mit dem Heisenberg-Dualismus = Masse (Objekt) und Energie (Erscheinung) sind einfach gleichzeitig nicht messbar oder der Mathematik mit der Chaostheorie).

Dr. Gregor Dietze, Überlingen - Bodensee Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit www.akupunktura.de

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