Yoga
Yoga im Überblick
Yoga wird zumeist mit diversen indischen Lehren assoziiert. Es gibt jedoch ebenso auch einen buddhistischen Yoga und einen taoistischen Yoga (Tao). Was den indischen Yoga betrifft, so ist dies ein Sammelbegriff für die unterschiedlichsten Richtungen:
Religiöse Praktiken des Hinduismus (Bhakta Yoga). Der "Bhakta-Yoga" beinhaltet verschiedene Praktiken der Verehrung, wie Japam = das Wiederholen von Gebetsformeln, Bajans = Lieder der Verehrung. Weiter eine Reihe von rituellen Handlungen, die jedoch bei uns weniger verbreitet sind.
Jnana Yoga - das Ausloten innerer Zustände durch nach Innen hören.
Kundalini Yoga, Kriya Yoga - das Erreichen von Zuständen über Körper-Techniken (Atemtechniken, Positionen, energetische Übungen) und Vorstellungsübungen. (siehe Kundalini und Kundalini-Yoga)

Was sollten Philosophie und Techniken eines modernen Yoga beinhalten?
Der Yoga sollte für den Menschen verständlich sein und das Wissen und die Sprache seiner gegenwärtigen Zeit beinhalten.
Der Yoga sollte zentrale Seinsfragen zufriedenstellend erklären, denn je nach Wissensstand und Paradigma ändern sich diese im Laufe der Zeit wesentlich.
Der Yoga sollte auf die Lebensbedürfnisse des Menschen Bezug nehmen, die sich ebenfalls mit der Zeit ändern.
Er sollte Lösungsvorschläge für Lebensprobleme liefern.
Orthodoxer, dogmatischer Yoga (auch wenn er den Bedürfnissen vieler Jahrhunderte entsprechen konnte) erfüllt nicht die Anforderungen unserer Zeit. Ein Yoga, der eine fremde Kultur und eine fremde Zeit atmet, trägt die Gefahr in sich, Menschen in eine Weltfremdheit zu drängen.


Quelle: Alfred Ballabene Alfred.Ballabene@univie.ac.at